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KREBSVORSORGE

Prostatakrebs ist der am meisten diagnostizierte bösartige Tumor des Mannes. Mit dem Lungenkrebs ist er die häufigste krebsbedingte Todesursache der Männer über 60 Jahre. Jährlich sterben ca. 12.000 Männer in Deutschland an Prostatakrebs.

Obwohl die gesetzlichen Krankenkassen für Männer ab dem 45. Lebensjahr jährlich eine Krebsvorsorge übernehmen, wird diese nur von knapp 20 % in Anspruch genommen.

Gesundheitsvorsorge ist aber nicht „unmännlich“!

Viele Tumore sind heilbar, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Im frühen Stadium machen diese meist keine Symptome (Schmerzen, Abgeschlagenheit, sonstige Beschwerden). Daher ist es wichtig – gerade wenn es Ihnen gut geht – die Vorsorge durchführen zu lassen, damit Ihre Gesundheit erhalten bleibt.

Die von den gesetzlichen Krankenkassen angebotene Krebsvorsorgeuntersuchung beinhaltet die Tastuntersuchung von Enddarm und Prostata, eine begrenzte Untersuchung und Befragung, eine Blutdruckmessung und ab dem 50. Lebensjahr einen Farbstoff-Test auf Blut im Stuhl. Alternativ zum Stuhltest kann der Patient sich ab dem 55. Lebensjahr seit 2005 für eine Darmspiegelung (Vorsorgecoloskopie) entscheiden.

Wir empfehlen unseren Patienten die Darmspiegelung durchführen zu lassen, da mit der Coloskopie Vorstufen von Darmkrebs entfernt werden können – ein Dickdarmkarzinom somit nicht entstehen kann.

Die gesetzliche Krebsvorsorge für Männer wurde so vor über 40 Jahren gesetzlich festgelegt und zwischenzeitlich nicht durch neue, sinnvolle Untersuchungsmethoden, mit Ausnahme der Coloskopie, ergänzt. Es handelt sich somit leider nicht um eine zeitgemäße Krebsvorsorge. Mit den o.g. Untersuchungen ist es oft nicht ausreichend möglich, heilbare Frühstadien von bösartigen Tumoren zu erkennen.

Daher empfehlen wir unseren Patienten zeitgemäße Untersuchungen durchführen zu lassen, um die heilbaren Frühstadien von Tumorerkrankungen rechtzeitig zu erkennen. Erfahren Sie mehr über diese Wahlleistungen und über die Diskussion zu Früherkennungsuntersuchungen.